Ein Loch im Wasser

Foto: Oliver Berg
Foto: Oliver Berg

Eine Theaterperformance des Instituts für Angewandte Wirklichkeitsverwechslung
Koproduktion des Jungen Theaters Münster und dem Performancekollektiv Fetter Fisch

Uraufführung: 16. Februar 2014
ab 10 Jahren ǀ ab 5. Klasse

Nach einem Jahr intensiver Forschung in der Stadt hat sich das INSTITUT FÜR ANGEWANDTE WIRKLICHKEITSVERWECHSLUNG in dieser Spielzeit zurück ins Theater begeben. Hier nahm es seine eigene Wirkungsstätte unter die Lupe: Wann beginnt eigentlich für Schauspieler das Spiel? In der Garderobe? Auf dem Weg ins Theater? Ist alles, was hier passiert, gespielt? Wann weiß man, ob ein Schauspieler wirklich weint oder blutet, und wann tut er nur so als ob? Ist das Publikum nur Zuschauer oder spielt es auch eine Rolle? Spielt das Theater Wirklichkeit nach oder können wir mit dem Theater die Wirklichkeit beeinflussen?
Was die Wirklichkeit wirklich ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Nicht nur im dunklen Theatersaal werden Wirklichkeiten verwechselt, zusammen mit dem Publikum werden die Performer ein ominöses Objekt in den Stadtraum tragen und in die Wirklichkeit draußen eingreifen.

Presse: Ob das Theaterstück, das die vielen kleinen und großen Zuschauer zu sehen bekamen, überhaupt ein Theaterstück ist, machte schon zu Beginn die Frage knifflig. „Wir sind nicht wirklich, wir spielen uns nur“, hieß es sinngemäß. Und Cornelia Kupferschmid, neben Jan Sturmius Becker, Manuel Herwig und Janna Koch eine von vier Darstellern bei „Ein Loch im Wasser“, stellte sich denn auch in drei unterschiedlichen Biografien vor. Das war lustig und ging doch an den Kern. Die Illusion eines in sich geschlossenen Spiels wurde immer wieder aufgebrochen, etwa dann, wenn die Zuschauer angesprochen wurden und Fragen und Wünsche äußern durften. So kam ein hoher Mitmachfaktor bei den Kindern zustande, an die sich die heitere Performance vornehmlich richtete.
Westfälische Nachrichten

CAST
Schauspiel: Jan Sturmius Becker ǀ Manuel Herwig ǀ Janna Lena Koch ǀ Cornelia Kupferschmid ǀ Inszenierung: Silvia Andringa ǀ Choreografie: Leandro Kees/Daniel Mathéus ǀ Bühne: Kristopher Kempf ǀ Lichtdesign: Johannes Sundrup ǀ Kostüme: Ensemble ǀ Video und Foto: Oliver Berg ǀ Sounddesign: Ralf Haarmann ǀ Dramaturgie: Julia Dina Heße/Heike Kortenkamp ǀ Künstlerische Forschungen und Theaterpädagogik: Ensemble, Angelika Schlaghecken ǀ Idee Einstiche in die Stadt: Story Dealer Berlin, Hans Geißlinger, Stefanos Pavlakis ǀ Subversive Interventionen mit Schülern und Schülerinnen: Ruppe Kossellek ǀ Sound-Untersuchungen mit Schülern und Schülerinnen: Kai Niggemann ǀ Regieassistenz: Marius Wolf ǀ Produktion: Performancekollektiv Fetter Fisch und Junges Theater Münster ǀ Produktionsassistenz: Martina Bruns, Anna-Lena Hanke

Wir danken allen Schülern und Schülerinnen, die mit uns geforscht haben! Besonders unseren Partnerklassen der Marienschule, der Martini Grundschule und der Realschule im Kreuzviertel.

Gefördert durch den „Fonds Doppelpass“ der Bundeskulturstiftung
und die Bezirksregierung Münster